Der Flugelefant in der SchuleEins

3c

Zwei Schulstunden lang lernten die Kinder, das Team und die Pädagogen einander kennen und kamen dabei Sarah und ihrer Geschichte auf sehr kreative Weise näher.

20. Februar. Die Klasse 3c bekommt Arbeitsbesuch von drei „Theatertieren“ – wer da vorher aufgeregter war, die Kinder oder das Team von SdF, wird sich nie klären lassen! Immerhin werden sie alle verständnisvoll miteinander bekannt gemacht und kundig durch die zwei Schulstunden begleitet von der Klassenlehrerin Julia Hecht und der Pädagogin Gundula Wirth. Die beiden haben die Klasse schon richtig gut vorbereitet in den vergangenen Tagen.

Die vielen Kisten, Kartons, Säcke und Taschen, die das Team mitgebracht hat, prall gefüllt mit seltsamen Gegenständen wie leeren Chipstüten, Kochlöffeln und Stoffkraken dienen nur einem Zweck: Krach machen. Besser gesagt Geräusche, und zwar Geräusche, mit denen die Kinder Gefühle ausdrücken können. Dazu haben viele Kinder auch selbst ein paar Dinge mitgebracht, z.B. Mundharmonikas oder eine richtige Gitarre. Damit lassen sich Gefühle bestimmt noch besser ausdrücken als mit Kochlöffeln … aber mal sehen.

Nicht nur mit Geräuschen drückt man Gefühle aus, auch mit dem Gesicht, dem Körper, mit der Stimme. Um die Sache nicht allzu kompliziert zu machen, beginnt Regisseurin Chang Nai Wen mit zwei Gefühlen, aber zwei sehr wichtigen: glücklich und traurig. Wie erkennt man sie, wie sehen sie im Gesicht aus, wie hören sie sich an? Die Kinder gehen den Fragen auf den Grund, erforschen, erkennen, kreieren. Mit dem Körper, mit dem Malstift, mit Geräuschen.

Sarah, wer ist das? Ein Mädchen, das kann man auf einem Bild schon sehen. Ist sie glücklich? Anscheinend nicht, denn da ist diese Wolke bei ihr, diese graue Wolke. Das ist schlechtes Wetter, auch ein Ausdruck für Gefühle und ein Erzeuger von Gefühlen, je nachdem. Ein Donner ist laut, die Sonne ist warm, welche Gefühle locken sie hervor? Christin Vahl, Bühnenbildnerin geht mit den Kindern durch ein wechselndes Wetter aus Worten und Vorstellungen, und die Kinder geben den Vorstellungen ihre Geräusche. Groß sind sie, diese Wettergefühle, viel größer als unsereins, aber jeder hat sie in sich. Auch in Worten sind sie, darauf macht Michael Wäser, Dramaturg, die Kinder aufmerksam, in Wetter-Worten und in Gefühls-Worten.

Dann erfinden die Kinder – Gruppenarbeit! – schon eigene Geschichten aus drei Bildern des Sarah-Buches, mit den Geräuschen und Klängen, die sie darin hören, und alles fügt sich zusammen, da sind plötzlich drei Geschichten, kleine Hörspiele, Klangbilder, Gefühlsmusik, die in die Mikrofone schwirrt, aufgestellt von Michael Tibes, dem Tonmeister.

Und dann sind sie schon vorbei, die zwei Schulstunden voller Klänge, Gefühle, Fantasie und Geschichten, und einem ersten Hineinschauen und -horchen in die Geschichte von Sarah und ihrer Wolke. Schön war es! Wir kommen bald wieder, und wir kommen gerne wieder! Danke, liebe Kinder der 3c, Danke, liebe Julia und Gundula, wir freuen uns auf die Projektwoche mit euch!