Große Gefühle – der erste Workshop mit Gundula Wirth in der 3c

Jeder hat sie, jeder kennt sie, jeder braucht sie, und doch sind sie immer und für jeden anders: Gefühle. Der erste zweistündige Workshop mit Gundula Wirth führte die 3c durch die ganze Bandbreite menschlichen Empfindens. Welche Gefühle gibt es denn überhaupt? Damit geht es los. Die Schülerinnen und Schüler haben viele Ideen dazu, und sie antworten natürlich mit Worten – vorerst. „Freude“, „Wut“, „Neugier“ „Traurigkeit“ und noch mehr, das kennt jeder aus eigener Erfahrung. Der Wortvorrat aber ist begrenzt, und die Gefühle, die A hat, fühlen sich vielleicht anders an, als die von B, selbst wenn beide sie z.B. „Überraschung“ nennen. Das ist schon etwas besonderes mit diesen Gefühlen … Man sammelt die Gefühle auf Papier und ordnet sie auf der Tafel dem Dino zu – eine Menge Gefühle! Was auch so besonders ist: Es gibt keine „guten“ oder „schlechten“ Gefühle, es gibt angenehme und unangenehme, beliebte und unbeliebte, und alle sind die erst mal nur das, was sie sind und alle sind wichtig!

Jetzt kommt der Dino sogar live in die Klasse, jeder spielt einmal den Dino und mit ihm sein Gefühl, das die anderen erraten sollen – also gibt es nicht nur die Worte, es gibt Ausdruck, im Gesicht, im ganzen Körper, in Bewegung oder Ruhe. Und verstehen kann man diese Sprache ebenso wie die Worte – kein Gefühl bleibt hier unerkannt! Das ist nicht immer so im Leben, leider – oder zum Glück, je nachdem. Es ist wirklich so eine Sache mit den Gefühlen. Aber gut, dass wir sie haben. Wie unterschiedlich sie bei jedem sind, das finden nun alle heraus, als Frau Wirth ihnen Situationen vorgibt – wen macht es wütend, wenn jemand ihm/ihr das Pausenbrot klaut? Manche ganz doll und manche gar nicht, und manche nur ein bisschen. Aber wenn jemand dich anspuckt? Jaaa dann! Dann sieht die Sache anders aus, aber nie gleich. Nie. Manchen würde das kalt lassen, wobei andere ausflippen. So ist das eben, und gut, es zu wissen. Gut, es zu sehen. Gefühle helfen uns, Gefühle schützen uns, Gefühle erzählen uns und den anderen etwas. Alle Gefühle. Auch die, die sich schlecht anfühlen. Sie helfen uns dabei, Glück von Unglück zu unterscheiden, zum Beispiel.

Chang Nai Wen und Michael Wäser durften Mäuschen spielen und alles miterleben – vielen Dank, liebe Gundula und vielen Dank, liebe 3c!