Familiäre Gewalt thematisieren

Wir sind uns bewusst, dass das Thema familiäre Gewalt keines ist, dem man sich als Pädagoge, aber auch als Vater, Mutter und als Schülerin und Schüler mit Vergnügen zuwendet. Genauso bewusst sind wir uns aber darüber, dass dies keinesfalls dazu führen darf, dem Thema aus dem Weg zu gehen und es auszublenden, es zu tabuisieren. Das hätte und hat, wo es geschieht, mitunter tragische Konsequenzen. Das oft unbemerkt bestehende Tabu aufzuheben, ist also Teil der Aufgabe, wenn man Kinder im Umgang mit dieser gesellschaftlichen Realität unterstützen und direkt Betroffenen helfen will. Es geht schlicht und einfach nicht, ohne das Tabu oder den verständlichen Widerstand behutsam aufzulösen. Schweigen ist Nahrung für das Fortbestehen des Problems, Kommunikation das wichtigste Mittel zur Besserung der auch hierzulande oft unbefriedigenden, manchmal sogar bedrohlichen Situation von Kindern in betroffenen Familien.

Mit unserem Konzept für „Sarah und die Wolke“ wollen wir für Pädagogen, Eltern und Schüler die Schwelle zum Einstieg in die Information, Auseinandersetzung und Problemlösung senken und die Aufmerksamkeit und die Bereitschaft zum Handeln verstärken. Theater, noch mehr interaktives Theater, erschließt Kindern wie Erwachsenen die Möglichkeit, spielerisch und im Schutz gemeinschaftlicher Teilhabe neue Erfahrungen zu machen und Möglichkeiten des Handeln auszuprobieren. Kein Leistungsdruck, stattdessen Neugier und individuelle Betrachtung. Natürlich gibt es in „Sarah“ weder den erhobenen Zeigefinger noch billiges Betroffenheitspathos. Stattdessen suchen wir den Weg zu den Kindern mit Poesie, Musik und Humor.

Pädagogen können sich, z. B. mit den unten angebotenen Anleitungen für Gruppenspiele u.ä., einen ersten Überblick verschaffen, ob in ihrer Klasse/Gruppe das Bedürfnis, die Bereitschaft oder gar die Notwendigkeit besteht, sich mit dem Thema zu befassen.

Entschließen Sie sich für einen Besuch von „Sarah und die Wolke“ mit Ihren Schülerinnen und Schülern, bekommen Sie hilfreiches Material zur Vorbereitung und Nachbereitung an die Hand, können sich im Vorfeld von unserer Pädagogin beraten lassen und/oder zusätzlich zum Besuch der Vorstellung einen Workshop für ihre Klasse buchen.

Weitere Ansprechpartner, die sich auf das Thema spezialisiert haben, können wir Ihnen nennen, Sie finden Links zu einigen von ihnen auch auf dieser Website.

So können Sie sicher sein, nicht unvorbereitet zu sein auf Fragen der Kinder, auf Vorbehalte von Eltern, aber auch, falls sich zeigen sollte, dass ein Kind aus Ihrer Gruppe selbst betroffen ist.